Orgelkonzert Léon Berben

Sonntag, 2. Juni 2019

Kirche Maria Frieden

Léon Berben (Köln), Orgel

Werke von Frescobaldi, Froberger, Weckmann und Buxtehude

Der niederländische Organist und Cembalist Léon Berben (geb. 1970) studierte am Königlichen Konservatorium von Den Haag und am Sweelinck-Konservatorium in Amsterdam. Zu seinen Lehrern gehörten Rienk Jiskoot, Gustav Leonhardt, Ton Koopman und Tini Mathot. Früh spezialisierte er sich auf das Repertoire der «Clavierwerke», also der Musik für Tasteninstrumente, von 1550 bis 1790, wobei sein Hauptinteresse den deutschen Komponisten, den englischen Virginalisten und dem Schaffen Sweelincks gilt.

Für Léon Berben hat das intensive Quellenstudium und die stete Forschungsarbeit besonderes Gewicht. Seine Erkenntnisse über Aufführungspraxis und Musiker aus der Renaissance und dem Barock hat er auch als Autor niedergelegt, etwa in Beiträgen für die Enzyklopädie „Die Musik in Geschichte und Gegenwart“, für das Fachmagazin „Het Orgel“ oder für das von Siegbert Rampe herausgegebene Orgel-Büchlein. Von 2000 bis 2006 war Léon Berben als Cembalist Mitglied von Reinhard Goebels Musica Antiqua Köln. In dieser Eigenschaft gastierte er in Europa, Nord- und Südamerika sowie Asien und spielte zahlreiche CDs für Deutsche Grammophon/Archiv Produktion ein.

Seit der Auflösung des Ensembles verfolgt er eine ausgedehnte Solistenkarriere, die ihn auf renommierte internationale Festivals führte wie z.B. Klavier Festival Ruhr, Internationaal Orgelfestival Haarlem, Schleswig Holstein Musik Festival, Bodensee Musikfestival, Festival oude muziek Utrecht, Rheingau Musikfestival, Lucerne Festival, Festival de Música Antiga de Barcelona. Léon Berbens zahlreiche Solo-Einspielungen wurden mit einer Fülle von Preisen bedacht, darunter gleich siebenmal der «Preis der deutschen Schallplattenkritik», aber auch der «Choc» der Zeitschrift Le Monde de la Musique und der «Diapason d’Or.

Als Titular-Organist ist Léon Berben besonders mit der historischen Orgel der St.-Andreas Kirche in Ostönnen verbunden – nach derzeitigem Forschungsstand eine der ältesten spielbaren Orgeln der Welt (c. 1425/1722) – und betreut in dieser Funktion die dortige Konzertreihe mit. Daneben lehrt er das Fach „Historische Aufführungspraxis“ an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

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