Orgelkonzert

Sonntag, 28. Juni 2026

Kirche Maria Frieden

Gabriele Marinoni (Zürich)

Gabriele Marinoni (*1987), gebürtig aus Como (IT), ist ein international gefragter Organist, dessen Interpretationen als überaus inspiriert, zugleich sensibel und virtuos beschrieben werden. Erste Erfah­rungen als Organist sammelte er an der Pfarrkirche in Fenegró (Como) und an der Basilica von Morbio (CH). Von 2017 bis 2021 war er als Kirchenmusiker an der ref. Kirche Hittnau (CH) tätig, an der er eine Konzertreihe ins Leben rief.​ 2021 wurde er zum Hauptorganisten der Kirche St. Anton Zürich berufen. Die dortige historische Kuhn-Orgel von 1914 ist ein Referenzinstrument der deutschen Spätromantik.

An der staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart schloss Gabriele Marinoni das Orgelstudium bei Prof. Dr. Ludger Lohmann mit Auszeichnung ab. Seine vielseitigen Interessen liessen ihn darüber hinaus ein Masterstudium der Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Heidelberg aufnehmen, welches er 2020 mit Auszeichnung absolvierte. Seine Abschlussarbeit verfasste er über Robert Schumanns B-A-C-H Fugen für Orgel oder Pedalklavier.

Gabriele Marinoni besuchte zahlreiche Meisterkurse bei namhaften Professoren, wie L.F. Tagliavini, M.C. Alain, R. Antonello, B. Haas, J. Essl und J.C. Zehnder. Beim Internationalen Orgelwettbewerb Vaduz wurde er mit dem zweiten Preis ausgezeichnet und gewann die Kategorie Orgel beim Festival „Rising Stars! 2017“ der Musikhochschulen des Landes Baden-Württemberg. Seine Konzerttätigkeit führte ihn zu bedeutenden Stätten und Festivals wie den internationalen Orgelkonzerten des Freiburger Münsters, den Heilbronner Meisterkonzerten, dem Festival Amici dell’Organo di Genova, dem Engelberger Orgelsommer sowie dem Kremnica Castle Organ Festival. Ausserdem gastierte er am Salzburger Mozarteum, in der Wiener Peterskirche, der Kathedrale Danzig-Oliwa sowie in der Londoner St. Paulʼs Cathedral.

Gabriele Marinoni hat die Weltersteinspielung des Orgelwerkes des Stuttgarter Komponisten Kurt Albrecht (1895-1971) aufgenommen, die in Zusammenarbeit mit dem Württembergischen Kammerchor und Prof. Dieter Kurz 2015 entstand. Seine erste Solo-CD „B-A-C-H Bearbeitungen“ mit Werken von Liszt, Schumann, Reger und Bach erschien 2020 bei Ambiente Audio.