Passionskonzert

Sonntag, 25. März 2018, 17.00 Uhr

Kirche Maria Frieden

Passionskonzert

Domenico Scarlatti (1685-1757): „Stabat Mater“ für 10 Stimmen
Johann Sebastian Bach (1685-1750): „Jesu meine Freude“, BWV 227

Basler Vokalsolisten
Sebastian Goll, Leitung
Dirk Trüten, Orgel

Eintritt frei – Kollekte

Die Basler Vokalsolisten haben sich international als ein Ensemble etabliert, das mit bestechender Klangkultur seine spannenden und aussergewöhnlichen Konzertprogramme in lebendiger Interpretation darbietet. Hochqualifizierte Solisten vereinen ihre Stimmen zu einem sinnlichen, homogenen Ensembleklang. Eine besondere Vorliebe des Ensembles gilt der Alten Musik. Durch fundierte Quellenkenntnis und stilsicheren Umgang mit den Werken im Sinne der Historischen Aufführungspraxis wird es höchsten musikalischen Ansprüchen gerecht, ohne den Zuhörer frische und unverbrauchte Musizierlaune missen zu lassen.

Bach und Scarlatti verbindet nicht nur der gemeinsame Jahrgang als „85er“, sondern auch ihr immenses Talent, ihre Herkunft aus einer angesehenen Musikerdynastie, ihre Virtuosität als ausführende Musiker und ihre Brillanz als Komponisten. Umso spannender ist die Gegenüberstellung zweier aussergewöhnlicher Werke, in denen sich beide – je auf ihre Art – mit den existenziellen Themen der Passion und des christlichen Vertrauens im Angesicht des Todes auseinandersetzen.

Die mittelalterliche marianische Sequenz „Stabat mater dolorosa“, eine ausdrucksstarke Meditation der Schmerzen der Gottesmutter unter dem Kreuz ihres Sohnes, hat zahlreiche Komponisten zu ergreifenden Vertonungen angeregt. Die Version Scarlattis gehört bisher sicherlich zu den weniger bekannten; allerdings ist sie dennoch eine der eindrucksvollsten. Ungewöhnlich ist die zehnstimmige Anlage des lediglich continuobegleiteten Vokalsatzes; sie ermöglicht Scarlatti eine ungeheuer dichte polyphone Kompositionsweise, deren faszinierender Reichtum an harmonischen Ballungen und Spannungen die Textaussage mit musikalischen Mitteln eindringlich zur Geltung bringen.

Mit seiner berühmten Motette „Jesu, meine Freude“ begegnet uns Bach in einer seiner hervorragendsten Eigenschaften – als Bearbeiter eines protestantischen Kirchenliedes. Auf Basis seiner souveränen Kompositionskunst führt er jede Liedstrophe zu ganz individueller Aussagekraft. Die prägnante Römerbrief-Theologie des Apostels Paulus, schon durch Martin Luthers kraftvolle Sprache farbenreich interpretiert, erfährt mit der Musik Bachs noch weitere Zuspitzung hin zu einer Wirkmächtigkeit, die bis heute ihresgleichen sucht.

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